Montag, 4. Dezember 2017

Roadshows Lärmaktionspläne 3. Runde in NRW und BW

Bereits zur zweiten Runde der Lärmaktionspläne haben wir für das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein eine "Roadshow" zur Information der betroffenen Gemeinden durchgeführt. Wir freuen uns nun, gemeinsam mit qualifizierten Partnern zum Start der dritten Runde die "Roadshows" in Nordrhein-Westfalen im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und in Baden-Württemberg im Auftrag des Verkehrsministeriums unterstützen zu können. Für die Veranstaltungen in NRW unter dem Titel "Lebenswerte Städte – Lärmaktionsplanung lohnt sich" stehen die Termine bereits fest (Januar/ Februar 2018). Weitere Informationen und Anmeldung zu den kostenlosen Veranstaltungen unter www.umgebungslaerm.nrw.de/aktuelles/index.php#a2329212.

Montag, 30. Oktober 2017

Umbau Ortsdurchfahrt Rudersberg in der SVT

Der Aufsatz "Umbau Ortsdurchfahrt Rudersberg - Konzeptionelle Planung als Basis für die Straßengestaltung" in der Zeitschrift Straßenverkehrstechnik, Heft 10, bietet einen umfassenden Überblick über den Planungsvorlauf, die Umsetzung und die erzielten Wirkungen der im Deutschen Verkehrsplanungspreis 2016 ausgezeichneten Maßnahme. Es hat sich  dort gezeigt, dass der umfassende Planungsvorlauf die Objektplanung wesentlich beeinflusst und damit zum Erfolg der Planung beigetragen hat.

Freitag, 27. Oktober 2017

Offene Stellenausschreibung

Blindbewerbungen sind vielfach üblich, um durch Eigeninitiative eine passende Stelle zu finden. Nun ist es heute nicht so wirklich schwierig, im Bereich Stadt- und Verkehrsplanung eine Stelle zu finden. Also haben wir uns überlegt, das Verfahren umzudrehen: Wir machen keine befristete Stellenausschreibung, sondern eine offene permanente Stellenausschreibung, um unser Team zu verstärken.

Wir suchen Mitarbeiter/innen, die Lust darauf haben, in einem relativ kleinen, aber erfahrenen und erfolgreichen Büro integrierte Stadt-, Verkehrs- und Umweltprojekte in einem ganzheitlichen Ansatz zu bearbeiten, die Herz und Engagement für eine bessere Zukunft einbringen, in einem persönlichen Betriebsklima arbeiten wollen, wo man nicht immer weiß, welche Aufgaben am nächsten Tag zu lösen sind.

Bezüglich der Voraussetzungen sind wir sehr flexibel ("es muss passen"):

  • Verkehrsplanung oder Geografie,
  • Bachelor- oder Master-Abschluss,
  • konzeptionell- oder entwurfsbegabt,
  • Universität oder (Fach-)Hochschule,
  • Berufsanfänger, erfahrener Planer oder Wiedereinsteiger,
  • Technischer Zeichner oder Bauzeichner,
  •  halbtags/ ganztags, freie Mitarbeit,
  • Standort Aachen (bevorzugt) oder Berlin.

Erfahrungen mit GIS (ArcGIS) und CAD (AutoCAD) sind erwünscht, bei Bauzeichnern und artverwandten Berufen Voraussetzung. Es wäre von Vorteil, wenn Sie sich bereits mit dem Thema Lärmschutz planerisch auseinandergesetzt haben.

Weitere Informationen über unser Büro und unsere Arbeitsschwerpunkte finden Sie unter www.prr.de.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann würden wir uns über Ihre Bewerbung per E-Mail an info@prr.de in einem pdf sehr freuen. Wenn es passt, können wir kurzfristig einen Termin vereinbaren, um alles Weitere zu besprechen.

Sonntag, 27. August 2017

Bahnhof des Jahres 2017: Lutherstadt Wittenberg

Die Allianz pro Schiene hat den Hauptbahnhof der Lutherstadt Wittenberg zum Bahnhof des Jahres 2017 gekürt. Die Auszeichnung gilt vor allem dem neuen CO2-freien Empfangsgebäude mit seinen vielfältigen Service-Angeboten. Das ist schon ein tolles Gebäude geworden. Glückwunsch an die Lutherstadt und die DB AG! Die Auszeichnung gilt aber auch der engen Verknüpfung der einzelnen Verkehrsmittel untereinander, wie die Allianz pro Schiene in ihrer Würdigung ausdrücklich betont: "Wittenberg ist ein Bahnhof, an dem ich wunderbar ankommen kann, an dem ich wunderbar weiterkommen kann… es ist für alles gesorgt. Was will ich als Reisender mehr."

PRR hat mit dem Start des Projekts 1995 über 17 Jahre die Projektsteuerung für die Bahnhofsentwicklung übernommen. Damals gestartet mit der These, aus dem Bahnhof in Mittellage "drei Rückseiten" einen Bahnhof mit "drei Vorderseiten" zu entwickeln: Die Westseite als Haupterschließung mit Anbindung an die Stadt, die Mitte als "Gelenk" und P+R-Standort und die Ostseite zur engeren Anbindung der Elstervorstadt an die Kernstadt. Das Ziel war von Beginn an, alle Verkehrsmittel auf möglichst engem Raum miteinander zu verknüpfen. Es ist nun fast alles geschafft und man darf optimistisch sein, dass auch der letzte Baustein, das Durchstechen des Personentunnels nach Osten in die Elstervorstadt, gelingen wird – vielleicht bis zum Jahr 2020 zum 25-jährigen Planungsjubiläum.

Es ist nicht die erste Auszeichnung, die der Bahnhof erhält. Bereits 2003 war die geplante Bahnhofsentwicklung ein "Hervorzuhebender Beitrag" im Wettbewerb des BMVBW "Vom Reißbrett auf´s Gleisbett", 2006 erhielt der Bahnhof den 3. Preis im Wettbewerb "Auf dem Weg zur barrierefreien Kommune" des Landes Sachsen-Anhalt und 2008 wurde er als Good Practice im BBR-Wettbewerb "Vernetzung im Verkehr" ausgezeichnet.

Donnerstag, 3. August 2017

Südafrika - Exkursion in ein Land der Widersprüche

Kapstadt, Bo-Kaap - Fotoimpressionen PRR
Download unter www.prr.de/Poster SA.pdf    
Vom 1. bis 11. April 2017 veranstaltete das Institut für Städtebau, Berlin, eine städtebauliche Exkursion nach Südafrika. Johannesburg, Pretoria, Durban und Kapstadt waren die Ziele der Reise. Es war, nicht untypisch für ein Schwellenland, eine Reise der Widersprüche:






Tagsüber gibt es über soziale Unterschiede hinweg ein weitgehendes Miteinander der unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Aber abends fährt jeder in seinen Stadtteil. Das reicht von Townships bis zu Gated Communities, die beide immer weiter ausufernd die Weichbilder der großen Städte beherrschen.


Kapstadt, Township

Johannesburg, Gated Community


Das reicht von BRT-Systemen mit schicken Midi-Bussen zur Erschließung der Innenstädte und der Weißenviertel (teilweise nach Abschaffung der Straßenbahn) bis zu alten Gurken, die von eigenen Busbahnhöfen nahezu unsichtbar für Weiße in die Townships fahren.

Kapstadt, BRT-System mit Midi-Bussen

Kapstadt, Busbahnhof für Busse in die Townships


Das reicht von Klein- und Kleinsthandel in den Townships bis hin zu Malls, die alleine im Umfeld von Johannesburg in den letzten Jahren einen Zuwachs von mehreren Millionen Quadratmeter Verkaufsflächen verzeichneten.

Soweto, Werbung für Kleinsthandel

Johannesburg, Mall of Africa mit 131.000 m² Verkaufsfläche


Das reicht von engagierten Projekten zur Aufwertung innerstädtischer Quartiere bis hin zu typischen Investorenprojekten mit Luxuswohnungen und Bürotürmen.

Johannesburg, renovierte Altbebauung

Johannesburg, gestyltes Bürogebäude


Das reicht von unsicheren Straßenzügen und Stadtvierteln bis zu Business Improvement Districts (BID), wo der öffentliche Raum den Investoren gehört, die über ihre privaten Wachdienste über das bestimmen, was erlaubt ist und was nicht (z. B. Fotografier- und Versammlungsverbot). Der Wert des öffentlichen Raums zwischen mitteleuropäischer Tradition und lokalem Sicherheitsbedürfnis war eines der meistdiskutierten Themen unter den Exkursionsteilnehmern.


Pretoria, belebte Straßenszene, Hetik, Staus, Parkplatzsuche



Johannesburg, reservierte VIP-Stellplätze in verkehrsberuhigten Straßen eines privaten Einkaufszentrums

Das reicht von esoterischen Kollegen, die Arbeit nur als soweit notwendig ansehen, dass man davon leben kann, über eher kommunistisch orientierte Kollegen, die in anderen Gesellschaftsformen keine Lösung sehen, bis hin zu Schickimicki-Architekturbüros, die mitten im Turbo-Kapitalismus stehen.

All das muss dieser Staat aushalten. Der derzeitige Staatpräsident Zuma ist umstritten und das Programm musste mehrfach wegen massiver Demonstrationen umgestellt werden. Aber: Weiße und Schwarze demonstrieren gemeinsam gegen die Regierung, die Polizei hat die Demonstrationszüge entspannt begleitet und die Presse kann offen über die Demonstrationen berichten. Das ist heute angesichts der Entwicklung in anderen Ländern wieder erwähnenswert.

Es war keine spektakuläre, aber eine sehr spannende Reise in eine Welt zwischen arm und reich.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Wertvolle Datenbank mit Maßnahmen zur Luftreinhaltung

Mit MARLIS bietet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) eine  Datenbank mit einer Bewertung von Maßnahmen zur Reinhaltung der Luft und deren schadstoffmindernde Wirkung. Bisher wurde die Datenbank per CD fortgeschrieben. Nun ist sie kostenlos im Internet verfügbar und somit "tagesaktuelle". Derzeit sind ca. 5.000 einzelne Maßnahmen dokumentiert, die in der Datenbank nach vielfältigen Kriterien recherchierbar sind. Sie bietet eine wertvolle Hilfestellung für Wissenschaft und Planung. Die Datenbank ist zu finden unter: www.bast.de/DE/MARLIS/MARLIS_node.html

Dienstag, 18. April 2017

PRR in die German Partnership for Sustainable Mobility aufgenommen

Die German Partnership for Sustainable Mobility (GPSM) arbeitet als Vermittler für eine nachhaltige Mobilität und grüne Logistiklösungen aus Deutschland (www.german-sustainable-mobility.de). Als Plattform für den Austausch von Wissen, Fachwissen und Erfahrungen unterstützt GPSM die Transformation hin zur Nachhaltigkeit in Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie dient als Netzwerk für Informationen aus Hochschulen, Unternehmen, Zivilgesellschaft und Verbänden.

PRR kann hier neben seinen langjährigen Erfahrungen im Bereich nachhaltiger Mobilität den Aspekt des Lärmschutzes verstärkt in die Entwicklungszusammenarbeit einbringen.

GPSM ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Donnerstag, 23. März 2017

Möchengladbach: Auf dem Weg zu einer zukünftsfähigen Mobilität

Die Stadt Mönchengladbach hat über viele Jahre eine stark auf den Kfz-Verkehr ausgerichtete Verkehrspolitik betrieben. Das zerschneidet Stadtviertel, beeinträchtigt die Stadtgestalt und führt zu erheblichen Umweltbelastungen. Die Stadt hat deshalb beschlossen, sich mit der Aufstellung eines Mobilitätsplans die Grundlage für eine zukunftsfähige Verkehrsentwicklung zu geben und PRR mit dieser Aufgabe beauftragt. Ergänzend bearbeitet PRR als Grundlage für den Mobilitätsplan verschiedene Fachgutachten wie den Masterplan Nahmobilität (ARGE mit AB Stadtverkehr und weiteren Projektpartnern), eine flächendeckende verkehrs- und straßenräumliche Untersuchung des Straßennetzes und ein Konzept zum Parkraummanagement.

Hennigsdorf - Machbarkeitstsudie zur Gestaltung der zentralen Achse Fontanestraße

In der Stadt Hennigsdorf erschließt der Straßenzug Fontanestraße – Edisonstraße das westliche Stadtzentrum und die angrenzenden Wohngebiete. Eine funktionale und dennoch hochwertige Gestaltung des Straßenraums ist bei dieser Lage im Stadtraum gefordert. Für den 2,4 km langen und mit bis zu 37 m Breite sehr großzügig dimensionierten Straßenraum erstellt PRR eine Machbarkeitsstudie, um im Vorfeld der Objektplanung grundsätzlich denkbare und umsetzbare Lösungen zu identifizieren.

Dienstag, 10. Januar 2017

Innovatives Mobilitätskonzept für das Berliner "Stadtquartier Westend"

Die Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH plant im "Stadtquartier Westend" eine Attraktivierung und Nachverdichtung des bestehenden Wohngebiets. Wesentlicher Teil des Projekts ist die Entwicklung einer innovativen Mobilitätsstrategie. Mit dem von PRR durchgeführten Gutachten wurde die Grundsatzstudie weiter ausgearbeitet und der Nachweis der grundlegenden Machbarkeit erbracht. Nun geht das Projekt in der nächsten Stufe in den Abstimmungsprozess mit Mietern und Bezirk. Das Projekt ist von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert und Praxispartner des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts "WohnMobil".

Montag, 2. Januar 2017

Umgebungslärmrichtlinie: Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland - Pläne von PRR nicht beanstandet

Im Vertragsverletzungsverfahren 2016/2116 gegen die Bundesrepublik Deutschland bemängelt die EU-Kommission in ihrem Aufforderungsschreiben vom 29. September 2016, dass neben zahlreichen, bisher nicht vorliegenden Lärmaktionsplänen ein Teil der gemeldeten Aktionspläne bestimmten Anforderungen der EU- Umgebungslärmrichtlinie – insbesondere für Hauptverkehrsstraßen – nicht entsprechen. Mit Schreiben vom 6. Oktober 2016 wurden die Länder zur möglichst zeitnahen Beseitigung von berechtigten Beanstandungen aufgefordert (Bundestags-Drucksache 18/10151).

Von PRR bearbeitete Lärmaktionspläne wurden von der EU-Kommission nicht beanstandet. PRR kann damit auch für die anstehende dritte Runde die Sicherheit bieten, dass die Lärmaktionspläne die rechtlichen Vorgaben der EU-Richtlinie 002/49/EG erfüllen.