Donnerstag, 23. März 2017

Möchengladbach: Auf dem Weg zu einer zukünftsfähigen Mobilität

Die Stadt Mönchengladbach hat über viele Jahre eine stark auf den Kfz-Verkehr ausgerichtete Verkehrspolitik betrieben. Das zerschneidet Stadtviertel, beeinträchtigt die Stadtgestalt und führt zu erheblichen Umweltbelastungen. Die Stadt hat deshalb beschlossen, sich mit der Aufstellung eines Mobilitätsplans die Grundlage für eine zukunftsfähige Verkehrsentwicklung zu geben und PRR mit dieser Aufgabe beauftragt. Ergänzend bearbeitet PRR als Grundlage für den Mobilitätsplan verschiedene Fachgutachten wie den Masterplan Nahmobilität (ARGE mit AB Stadtverkehr und weiteren Projektpartnern), eine flächendeckende verkehrs- und straßenräumliche Untersuchung des Straßennetzes und ein Konzept zum Parkraummanagement.

Hennigsdorf - Machbarkeitstsudie zur Gestaltung der zentralen Achse Fontanestraße

In der Stadt Hennigsdorf erschließt der Straßenzug Fontanestraße – Edisonstraße das westliche Stadtzentrum und die angrenzenden Wohngebiete. Eine funktionale und dennoch hochwertige Gestaltung des Straßenraums ist bei dieser Lage im Stadtraum gefordert. Für den 2,4 km langen und mit bis zu 37 m Breite sehr großzügig dimensionierten Straßenraum erstellt PRR eine Machbarkeitsstudie, um im Vorfeld der Objektplanung grundsätzlich denkbare und umsetzbare Lösungen zu identifizieren.

Dienstag, 10. Januar 2017

Innovatives Mobilitätskonzept für das Berliner "Stadtquartier Westend"

Die Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH plant im "Stadtquartier Westend" eine Attraktivierung und Nachverdichtung des bestehenden Wohngebiets. Wesentlicher Teil des Projekts ist die Entwicklung einer innovativen Mobilitätsstrategie. Mit dem von PRR durchgeführten Gutachten wurde die Grundsatzstudie weiter ausgearbeitet und der Nachweis der grundlegenden Machbarkeit erbracht. Nun geht das Projekt in der nächsten Stufe in den Abstimmungsprozess mit Mietern und Bezirk. Das Projekt ist von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert und Praxispartner des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts "WohnMobil".

Montag, 2. Januar 2017

Umgebungslärmrichtlinie: Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland - Pläne von PRR nicht beanstandet

Im Vertragsverletzungsverfahren 2016/2116 gegen die Bundesrepublik Deutschland bemängelt die EU-Kommission in ihrem Aufforderungsschreiben vom 29. September 2016, dass neben zahlreichen, bisher nicht vorliegenden Lärmaktionsplänen ein Teil der gemeldeten Aktionspläne bestimmten Anforderungen der EU- Umgebungslärmrichtlinie – insbesondere für Hauptverkehrsstraßen – nicht entsprechen. Mit Schreiben vom 6. Oktober 2016 wurden die Länder zur möglichst zeitnahen Beseitigung von berechtigten Beanstandungen aufgefordert (Bundestags-Drucksache 18/10151).

Von PRR bearbeitete Lärmaktionspläne wurden von der EU-Kommission nicht beanstandet. PRR kann damit auch für die anstehende dritte Runde die Sicherheit bieten, dass die Lärmaktionspläne die rechtlichen Vorgaben der EU-Richtlinie 002/49/EG erfüllen.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Umbau von Seecontainern zu Kindertagesstätten im Township Mfuleni

Auch in diesem Jahr haben wir, wie schon seit vielen Jahren, wieder die Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V. (DESWOS) unterstützt, dieses mal ist es ein Projekt in einem Township in Südafrika.



Mehr als 52.000 Menschen leben im größten Township bei Kapstadt, Mfuleni. Die Kinder haben einen schwierigen Start in die Zukunft. Zwar gründen zahlreiche Tagesmütter informelle Kindertagesstätten, um Babys und Kleinkinder zu betreuen. Aber die einfache Hütten sind klein und oft mit unzumutbaren hygienischen Bedingungen ausgestattet. Wo sollen die vielen Kinder schlafen? Wie werden die Babys gewickelt, wenn es kein fließendes Wasser gibt? Wo sollen die Kleinen auf die Toilette gehen, wenn es nur ein WC für alle gibt? Wie soll man für 80 Kinder kochen, ohne Strom?

Inmitten des Townships haben die DESWOS und Matchbox im Jahr 2014 den Bau der ersten Kindertagesstätte  gefördert. Vier ausgediente Schiffscontainer wurden umgebaut und mit Anschlüssen für Strom und Wasser ausgestattet. Nach wenigen Tagen entstanden helle und bunte Spielräume, eine Küche, Toiletten und Waschmöglichkeiten sowie eine überdachte Spielfläche. Heute werden hier 150 Babys und Kleinkinder betreut und lernen lesen und schreiben, zeichnen und basteln. Nachmittags lernen Jugendliche für ihre Schulabschlussprüfungen und abends nähen Frauen Kleidung beispielsweise für die Schulkinder. An Wochenenden stehen die Räume der Gemeinschaft für Feierlichkeiten, Versammlungen und kleine Märkte zur Verfügung.
   

Aktuell braucht die DESWOS Spenden für vier weitere Einrichtungen. Küchencontainer mit Ausstattung, Toiletten und Waschmöglichkeiten, Spielgeräte werden benötigt. Bunt, hell und voller Leben soll es für über 300 Kinder weitergehen - und für für viele weitere in der Zukunft!

Wenn auch Sie die Arbeit der DESWOS unterstützen wollen:
DESWOS e.V.
Spendenkonto IBAN DE87 3705 0198 0006 6022 21
Sparkasse KölnBonn SWIFT-BIC COLSDE33

Weitere Informationen finden Sie unter www.deswos.de

Mittwoch, 30. November 2016

Weihnachtsschmuck aus Recycling-Material

Weihnachtsschmuck aus Recyclingmaterial im öffentlichen Raum, geht das? Ja. In viele Kommunen entlang der Algarve in Portugal ist diese umweltbezogene und damit auch symbolische Art des Weihnachtsschmucks zu finden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und regt zur Nachahmung an.


Montag, 7. November 2016

European Grean Leaf - kleine "Umwelthauptstädte" gesucht

Essen ist 2017 die "Grüne Haupstadt Europas" (siehe auch www.essengreen.capital) und damit seit 2010 die achte Umwelthauptstadt. Dieser Wettbewerb richtet sich an die großen Städte und Metropolen. Ein noch relativ neues und deshalb noch unbekanntes Gewächs in dieser Familie ist das European Green Leaf. Dieser jährlich von der EU ausgerichtete Wettbewerb richtet sich an die kleineren und mittleren Kommunen mit 20.000 bis 100.000 Einwohner. Drei Ziele verfolgt der Wettbewerb:

  • Städte bekannter zu machen, die sich für die Umwelt engagieren und grünes Wachstum fördern
  • Die Bürger einzubinden und das Umweltbewusstsein der Bewohner zu stärken
  • Städte zu finden, die als "grüne Botschafter" andere Städte ermutigen, sich nachhaltig zu entwickeln

Weitere Informationen finden Sie unter

Samstag, 22. Oktober 2016

Gemeinde Rudersberg und PRR bei Deutschem Verkehrsplanungspreis 2016 ausgezeichnet

Auszug aus der Mitteilung der Gemeinde Rudersberg: 

Bürgermeister Martin Kaufmann: „Wir sind Sieger der Herzen“. Starkes, fast schon sensationelles Ergebnis für Rudersberg: Beim Verkehrsplanungspreis 2016 landete die Gemeinde mit ihrem Projekt „Ortsdurchfahrt Rudersberg – eine Gemeinde erobert ihre Mitte zurück“ auf Platz zwei – hinter Kassel und gleichauf mit Hamburg. Es hatten sich 21 Kommunen beworben. Für gewöhnlich sind Gemeinden der Größe Rudersbergs bei solchen Wettbewerben eher chancenlos. Dementsprechend groß war die Freude bei der Delegation aus dem Wieslauftal: „Wir sind der Sieger der Herzen“, sagte Bürgermeister Martin Kaufmann bei der Preisverleihung am Donnerstagabend in Berlin.

Kaufmanns Begründung: „Es gab für uns die längste Laudatio, den längsten Applaus – und die Beobachter waren sich auch einig, dass unsere Präsentation am gelungensten war.“ Die Würdigung wurde von Anke Karmann-Woessner gehalten, Leiterin des Stadtplanungsamtes Karlsruhe. Sie hob die Vorbildfunktion des Rudersberger Projekts hervor. Dieses sei „richtungsweisend für Kommunen dieser Größe in Deutschland“. Bei der Planung und Umsetzung wurde die Gemeinde Rudersberg unterstützt von den Planungsbüros Richter-Richard (PRR) sowie Bolz und Partner.


Weitere Informationen siehe auch: PLANERIN, Heft 5, 2016.

Samstag, 24. September 2016

Schutzstreifen außerorts möglich?

Aus dem Nationalen Radverkehrsplan hat die Bundesregierung den "Modellversuch zur Abmarkierung von Schutzstreifen außerorts" gefördert. Bis Ende 2013 wurden bundesweit Fallbeispiele umgesetzt, bei denen nach Markierung der beidseitigen Schutzstreifen die Kernfahrbahn mit einer Mindestbreite von 2,75 m im Begegnungsfall Kfz/Kfz (bis zu etwa 4.000 Kfz/Tag) die Schutzstreifen in Anspruch genommen werden müssen. PRR hat hier im Rahmen des Radverkehrskonzepts für die Gemeinden des Landkreises Ostprignitz-Ruppin die Teilnahme der Fontanestadt Neuruppin initiiert. Obwohl der Schlussbericht bereits seit längerem vorliegt, hat ihn des BMVI bisher nicht veröffentlicht. Wie aus internen Kreisen zu erfahren ist, soll das Ergebnis positiv ausfallen.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat deshalb eine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. Die Antwort ist ausweichend und unkonkret. Interessant ist aber die Antwort auf die Teilfrage "Inwiefern ist es den Bundesländern nach Einschätzung der Bundesregierung ohne vorherige Gesetzesänderungen gestattet, im Rahmen der bestehenden Rechtslage Schutzstreifen außerorts einzurichten, wenn die dafür vorgesehenen Straßen eine verhältnismäßig geringe Verkehrsdichte aufweisen, und sind hierzu nach Kenntnis der Bundesregierung beispielsweise landeseigene Modellprojekte möglich?"
Die Antwort der Bundesregierung: "Die zuständigen obersten Landesbehörden oder die von ihnen bestimmten Stellen können nach der VwV-StVO zu § 46 Absatz 2 von allen Bestimmungen dieser Allgemeinen Verwaltungsvorschrift in begründeten Fällen Abweichungen zulassen. Im Rahmen der Entscheidung dürfen die in der StVO festgelegten allgemeinen Verhaltensanforderungen (Überfahren der Leitlinie durch Kraftfahrzeugverkehr nur bei Bedarf in seltenen Fällen, Parkverbot) und Festlegungen zum § 45 Absatz 9 StVO (besondere Örtlichkeit und Gefahrenlage, für die die allgemeinen Regeln der StVO nicht ausreichen, so dass ein beschränkendes Verkehrszeichen zwingend geboten ist) allerdings nicht in Frage gestellt werden. Dabei muss im Rahmen der Entscheidung insbesondere berücksichtigt werden, dass das Straßenverkehrsrecht besonderes Polizei- und Ordnungsrecht und damit Gefahrenabwehrrecht ist."
Diese Ausführungen schaffen Argumentationsspielräume gegenüber den Straßenverkehrsbehörden, um den für geschlossene Wegenetzes so wichtigen Einsatz von Schutzstreifen außerorts endlich einsetzen zu können. Die vollständige Bundestagsdrucksache ist zu finden unter http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/088/1808821.pdf.

Donnerstag, 8. September 2016

Lärmaktionspläne - Chance für kleinere Städte und Gemeinden

Die Lärmminderungsplanung geht in die dritte Runde. Derzeit beginnen die Berechnungen der strategischen Lärmkarten, die bis Juli 2017 vorzulegen sind. Dann ist formal ein Jahr Zeit, bei Lärmproblemen Aktionspläne aufzustellen. Nach den ersten beiden Runden ist bei den kleineren Städten und Gemeinden vielfach noch eine gewisse Zurückhaltung zu finden. Der Ursuache lässt sich häufig auf den Nenner bringen, dass Lärmaktionspläne nichts bringen, weil die Gemeinden nicht Baulastträger der verlärmten Straßen sind.
Der gemeinsam mit Matthias Hintzsche vom Umweltbundesamt verfasste Aufsatz "Lärmaktionspläne der 3. Runde: Eine große Chance für kleinere Städte und Gemeinden" in der Zeitschrift Immissionsschutz, Heft 3, 2016 stellt deshalb die Vorteile von Lärmaktionsplänen für kleinere Städte und Gemeinden heraus. Es wäre zu wünschen, dass in der nun anstehenden dritten Runde mehr kleinere Kommunen die Chancen erkennen, die ihnen Lärmaktionspläne für die weitere Entwicklung eröffnen.

Montag, 22. August 2016

Lärmschutz und Stadtentwicklung

In der "mobilogisch!" Heft 3, 2016, ist der Aufsatz von Jochen Richard zum Thema "Ohne Lärmschutz keine Stadt der Kurzen Wege" veröffentlicht. Bezogen werden kann die auch sonst immer mit interessanten Themen bestückte und deshalb sehr empfehlenswerte Zeitschrift unter www.mobilogisch.de.

Donnerstag, 11. August 2016

Rotterdam - ein Stück reale Zukunft

Barcelona und seine Stadtplätze, Bilbao und sein Stadtumbau, Kopenhagen und seine Radverkehrsförderung – allesamt Städte mit großem Vorbildcharakter. Rotterdam als Zukunftsstadt ist dagegen, zumindest in Deutschland, vielfach noch unbekannt. Völlig zu unrecht, kann die Stadt doch locker mit der ersten Riege der Zukunftsstädte mithalten. Rotterdam ist eine Reise wert. Die faszinierende Vielfalt der aktuellen Projekte ist in einer sehr infomativen Zusammenstellung zu finden unter:
http://www.rotterdam.nl/lijst:innovatieveprojectenindebuitenruimte

Straßenlabor zum Test von Materialien und Möblierung

Urban Gardening als öffentlicher Park

Stadtplatz mit Wassermanagement zur Klimaanpassung


B+R-Anlage an einem innerstädtischen U-Bahnhof

Regensensor für schnelleres Grün für Radfahrer bei Regen

"Hybrid"-Bus für Land-/Wasser-Nutzung


Erasmus-Brücke als Ikone des Stadtaufbruchs


Empfangsgebäude des neuen Hauptbahnhofs

Kuppelbau der neuen Markthalle